Schwabing wurde erstmals 782 unter dem Namen „Suuapinga“ („Siedlung eines Schwaben“) erwähnt. Der Stadtteil ist also fast 400 Jahre älter als die Stadt München, das erst 1158 gegründet wurde. Bis ins 18. Jahrhundert blieb Schwabing ein kleines Dorf von Fischern und Milchbauern und wurde erst 1890 nach München eingemeindet, was zum großen Bauboom der Gründerzeit und zur attraktiven Bausubstanz des heutigen Viertels führte. 

In den letzten Jahren ist Schwabing vom Viertel der Studentenbewegung der 60er Jahre, mehr und mehr zum Familienviertel geworden. Geht man von der Ludwig-Maximilian-Universität am Geschwister-Scholl-Platz in Richtung Westen, reiht sich eine Vielzahl an Restaurants, Cafés und Modeläden aneinander. Das Savoir Vivre hat Einzug gehalten und die Kultur kommt dabei nicht zu kurz: zur Pinakothek der Moderne oder zum Museum Brandhorst ist es nur ein kurzer Fußweg. Der “Elisabeth Markt”, oder “E-Markt” wie die Einheimischen ihn nennen, ist so etwas wie die kleine, entspannte Version des Viktualienmarkts und ist von Montag bis Samstag geöffnet. Der Markt besteht aus einer Ansammlung von Obst- und Gemüseständen, kleinen Cafés und schickeren Imbissbuden, Fischläden, Blumenläden, einer Tierhandlung, einem Käseladen.

Die Shoppingmeile von Schwabing ist die Hohenzollernstraße auf der man alle großen Marken wie Zara, COS, Stefanel aber auch kleine Läden mit Newcomer-Labels, findet.

Trotz den ganzen urbanen Vorzügen dieser Wohngegend ist es nicht weit bis zum Englischen Garten, dem Central Park der bayrischen Hauptstadt. Hier kann man im Sommer in den kleinen Bächen baden, spazierengehen oder man holt sich im “Fräulein Grüneis” einen Kaffee und schaut den Surfern zu, wie sie sich in die kalten Fluten der Eisbachwelle stürzen.

Eine niemals enden wollende Debatte ist die Frage nach dem besten Eis Münchens. Ein heißer Anwärter auf den Titel ist das “Gelato Bartu” in der Wilhelmstraße, wo es ungewöhnliche Geschmackssorten wie Tonka Bohne oder salziges Karamell gibt.

 

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