Weder der Fußballverein Werder Bremen, noch die Architektur des Renaissance-Rathauses die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt, haben Bremen berühmt gemacht. Es waren Esel, Hund, Katze und ein Hahn die dafür gesorgt haben, dass heute sogar japanische Schulkinder die Stadt an der Weser kennen. Das Märchen der unerschrockenen Bremer Stadtmusikanten ist der beste Botschafter und ihre Bronzestatue in der Stadtmitte die beliebteste Sehenswürdigkeit in der norddeutschen Metropole. Doch neben Märchen und historischen Gebäuden hat die Stadt viel zu bieten, und mit gut 500.000 Einwohnern ist Bremen eine Großstadt mit gemütlichem Flair. Während sich die Touristen durch die Böttcherstraße und den Schnoor, die mittelalterlichen Gassen rund um den Marktplatz, drängen oder an der Flaniermeile „Schlachte“ direkt an der Weser in der Sonne Aperol-Spritz trinken, kann man einen kurzen Fußmarsch weiter Richtung Steintor in der Bremer Kunsthalle international rezipierte Ausstellungen sehen. BremenBild: © Markus Reinke – Fotolia.com Gemeinsam mit dem Goethe-Theater, dem Gerhard-Marcks-Haus, der Villa Ichon und dem Wilhelm-Wagenfeld-Haus mit den Designzentrum Bremen erstreckt sich hier die „Kulturmeile“ der Stadt. Und weil zu Kunst und Kultur immer auch Kulinarik gehört, kann man im kleinen Umkreis gut essen und auch die Bar-Dichte ist hier am höchsten. Mit der Kunsthochschule HfK, der Universität Bremen und acht weiteren Bildungseinrichtungen ist Bremen außerdem ein Magnet für Studierende aller Fachrichtungen und das Nachtleben profitiert nicht wenig davon.  Auch wenn es durch die norddeutsch-trockene Art am Anfang schwer auszumachen ist – Bremer haben Humor. Die Bewohner der „Hauptstadt der Funktionsjacken“ sind außerdem äußerst aktiv und lieben es, an der frischen Luft zu sein. Ob Picknick am Weserdeich, Joggen im Bürgerpark oder die Wochenend-Fahrradtour im Blockland – wer eine Kombination aus Großstadt mit Naturanbindung sucht ist in Bremen richtig.     Titelbild: © jokapix – Fotolia.com