Der Sommer steht vor der Tür – und die Klimaanlage hoffentlich dahinter. Vielen dürfte bereits bekannt sein, dass die nächsten Tage heiß werden. Doch was bedeuten 35° Grad? Zum einen natürlich: Schwitzen. Ganz besonders zu Hause – denn bei Temperaturen über 30 Grad macht es keinen wirklich großen Unterschied mehr, ob man im Erdgeschoss oder unterm Dach wohnt.

Wenn es draußen grillt, ist es drinnen meist noch wärmer. Eine Klimaanlage könnte da Abhilfe schaffen. Was bei den Amerikanern schon zur Grundausstattung einer Wohnung oder eines Hauses gehört, ist in Deutschland nach wie vor recht unpopulär. Doch im Hinblick auf die uns bevorstehende Hitze kann eine solche Investition die heißen Tage angenehmer machen und das Zuhause zu einem angenehmen Rückzugsort machen.

Nachrüsten

Nur wenige Wohnungen verfügen über eine installierte Klimaanlage, dies gilt auch für Neubauten. Wer sich also eine kühle Brise in seinen vier Wänden wünscht, muss nachrüsten. Zwei Möglichkeiten ergeben sich für den Hitze gewappneten Bewohner:

1. Die volle Packung: Klassische Klimaanlagen verfügen über ein Außen- und Innenteil. Das Innenstück sollte schlau platziert werden, sodass es den Betrachter optisch nicht stört und der Luftstrom sich optimal im Raum verteilen kann. Da beides Zimmer abhängig ist, raten wir hierbei zu einem Fachmann, der sich mit Anbringung und Platzierung bestens auskennt. Von Vorteil wäre hierbei ein Balkon oder eine Terrasse. Sollten diese nicht vorhanden sein, wird die Anbringung komplizierter.

Je nach Ausführung kann das gebohrte Loch für die Verbindung der Einzelteile einen Durchmesser von 10-20 cm haben. Die Kosten, inklusive Fachmann, liegen hierbei in der Regel zwischen 5.000-10.000 Euro. Der Baumarkt beliefert Sie mit Anbringung, Lieferung und Gerät bereits ab 2.400 Euro. Viele dieser fest installierten Klimaanlagen verfügen gegen Aufpreis über eine Wärmepumpfunktion und sind somit auch für den Winter attraktiv.

2. Flexibel: Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich portable Kühler. Diese sind günstiger und flexibler einsetzbar als stationäre Klimaanlagen, kühlen allerdings weniger effizient. Wer jedoch nur einen Bereich seines Zuhauses, z.B. das Schlafzimmer, kühlen möchte, kann problemlos auf die fahrbare Variante zurückgreifen. Die sogenannten Monoblockgeräte sind zudem weniger auffällig im Raum und benötigen nur eine Steckdose. Je nach Leistung und Größe bekommt man die Kühler bereits ab 200 Euro.

Umweltfaktor

Das am häufigsten verwendete Kühlmittel ist Fluorkohlenwasserstoff, kurz R-134a. Keine direkte Gefahr für die Ozonschicht, allerdings ein sogenanntes Treibhausgas. Eine Alternative ist Solstice, kurz R1234yf. Da dieser Stoff nicht chlorhaltig ist, wirkt er nicht Ozon abbauend. Die EU schreibt dieses Kühlmittel auch für den Einbau einer Klimaanlage in Autos vor. Beim Kauf eines Kühlgerätes also unbedingt auf die Energieeffizienz und das Mittel zur Kühlung achten, bzw. auf seine chemische Zusammensetzung.

Wie viel Energie verbraucht Ihr Haus? Ein Energieausweis gibt Auskunft.

 

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