Facebook ist längst kein Teenie-Medium mehr, das von der Immobilienwirtschaft vernachlässigt werden kann. Mittlerweile liegt das Durchschnittsalter der Nutzer bei 41 Jahren und fast 50 Prozent der Fach- und Führungskräfte aus der Immobilienbranche sind auf der Plattform aktiv. Damit ist über den Kanal nicht nur eine attraktive Zielgruppe im B2C-Geschäft zu erreichen, auch in der B2B-Kommunikation schlummern Potenziale. Das ist das Ergebnis der Studie „Social Media in der Immobilienbranche“. Dafür wurden 338 Immobilienunternehmen über einen Zeitraum von drei Monaten hinsichtlich ihres Social Media Verhaltens untersucht. 81 davon verfügten bereits über einen Facebook-Auftritt.

Social Media will gelernt sein

Wer denkt, er könnte von einem Tag auf den anderen auf den Facebook-Zug aufspringen, irrt sich. Denn Social Media funktioniert anders als herkömmliche Marketing Strategien – es braucht Zeit den richtigen Umgang zu finden. Die Studie zeigt, dass erhebliche Fehler in der Nutzung von Social Media gemacht werden.

Zu den markantesten Fehlern im Umgang mit Facebook gehört eine zu langsame Reaktionszeit auf Nutzeranfragen. Bei den 81 Unternehmen haben lediglich 22 Prozent noch am selben Tag geantwortet. 68 Prozent jedoch selbst nach einer Woche noch nicht. Auch in Sachen Postings gibt es einiges, was falsch gemacht werden kann. 40 Prozent der 81 Unternehmen posten schlicht zu selten. Nur wer mehrmals die Woche etwas veröffentlicht, kann das Interesse seiner Fans aufrechterhalten. Doch nicht nur die Quantität, auch die Qualität zählt: der Großteil der Postings sind Eigenwerbung oder Imagepflege. Interessanter sind jedoch Tipps und Ratschläge rund um das Thema Immobilien. Nur 14 Prozent der Befragten verfolgten jedoch diese Strategie.

Keine Angst vor Kritik

Facebook ist ein interaktiver Kommunikationskanal. So sollte er auch genutzt werden, doch bei einem Drittel der Immobilienunternehmen ist die Kommentar-Funktion für Dritte gesperrt. Damit verliert die Plattform ihren Reiz. Zudem ist die Angst vor kritischen Kommentaren unbegründet, wenn mit diesen richtig umgegangen wird. Zu guter Letzt bleiben die Richtlinien, gegen die 44 Prozent der Immobilienfirmen verstoßen. Meist ist der Grund das vergessene Impressum. Dieses muss nach einem Urteil des Landgerichts Aschaffenburg einfach erkennbar, unmittelbar erreichbar, eindeutig und ständig verfügbar sein. Dafür bietet sich die „Info“-Kategorie bei Facebook an. Diese ist auf jeder Seite sichtbar.

 

Titelbild: kallejipp / photocase.de