Maßnahmen zum Einbruchschutz fürs Haus können heutzutage vom Smartphone aus gesteuert und kontrolliert werden und lassen sich in Smart Home-Systemen integrieren. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten, wie Sie Ihr Eigenheim mit smarter Technik vor Einbrechern schützen – und Tipps, wie Sie die Sicherheit der Geräte erhöhen.

Winter und Weihnachten: Das ist die Zeit, in der es zu Hause richtig gemütlich wird, während die Tage kurz und dunkel sind. Leider nutzen Einbrecher die dunkle Jahreszeit und die mit den Feiertagen oft einhergehende Abwesenheit der Bewohner aus, um ihre Verbrechen zu begehen. So werden im Dezember die meisten Einbrüche im Jahr begangen, wie der Einbruch-Report 2015 des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen und des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergab. Damit Ihr Haus vor Einbrechern sicher ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die dem Prinzip intelligenter Technik folgen.

Hier gibt es weitere Tipps gegen Einbrüche inkl. Infografik.

Mit Smart Lights Anwesenheit simulieren

Die eigene Anwesenheit zu simulieren ist ein gängiger Ratschlag, um Einbrecher während eines längeren Urlaubs abzuschrecken. Das geht heutzutage mit entsprechenden Leuchten sehr gut. Smart Lights können sich nicht nur wie Zeitschaltuhren zu festgelegten Zeiten an- und ausschalten, sondern können ebenfalls auf die Dämmerung reagieren und in unregelmäßigen Abständen angehen. Dies ist in raumübergreifenden Systemen möglich, sodass in jedem Zimmer ab und an Licht brennt. Intelligente Leuchten sind zudem via App über das Smartphone steuerbar. Smart Lights gibt es einzeln, in Paketen oder als Erweiterung für Smart Home-Systeme. Mehr zum Thema gibt es im Beitrag „Smart Light: Da geht jedem Zuhause ein Licht auf“.

Auch elektrische Rollläden lassen sich mit einfachen Erweiterungen zum intelligenten Einbruchschutz fürs Haus umfunktionieren und ins Smart Home integrieren.

Smart Locks: Ihre Haustür kann mehr

Eine sichere Eingangstür ist ein sehr effektiver Einbruchschutz für Ihr Haus. Schließlich geben Einbrecher schnell auf, wenn es zu lange dauert, sich Zugang zum Haus zu verschaffen. Intelligente Schließanlagen erkennen die Bewohner am Smartphone oder wie in den besten Agenten-Filmen am Fingerabdruck oder per Augenscan. Über eine App teilen sogenannte Smart Locks zudem mit, wenn jemand klingelt oder sich an der Tür zu schaffen macht. Einige Modelle haben auch integrierte Kameras, sodass Sie übers Smartphone sehen können, was vor Ihrer Haustür los ist. So können viele der Schließmodule fürs Smart Home als Überwachungskamera oder Alarmanlage fungieren.

Weitere Informationen zu intelligenten Schließvorrichtungen finden Sie unter „Smart Locks: Die intelligenten Türschlösser der Zukunft“.

Sicher vernetzt: 5 Tipps zur Smart Home-Nutzung

Damit Smart Lights und intelligente Türschlösser Ihr Haus wirklich vor Einbrechern schützen und nicht noch selbst zum Sicherheitsrisiko werden, ist es ratsam, die folgenden Tipps zu berücksichtigen:

  • Sichere Passwörter für alle Smart Home-Komponenten verwenden, am besten wahllos zusammengesetzt
  • Den WLAN-Verschlüsselungsstandard immer aktuell halten
  • Aktuelle Sicherheitssoftware (Firewall, Virenschutz) verwenden und regelmäßige Updates durchführen
  • Keine automatische Verbindung der Geräte mit dem Internet erlauben
  • Datenspeicherung auf das Notwendigste reduzieren

Für Immobilienverkäufer gilt zudem: Egal, ob Sie smarten Einbruchschutz für Ihr Haus nutzen oder einfache Schutztechnik, bei Telefonanfragen von Interessenten sollten Sie zum Sicherheitssystem keine ausführlichen Informationen durchgeben. Schließlich wissen Sie nicht, wer wirklich am anderen Ende der Leitung sitzt. Es könnten Einbrecher sein, die durch das Inserat auf Ihre Immobilie aufmerksam geworden sind, sodass statt eines Besichtigungstermins am Ende ein Einbruch steht.

Extra-Tipp: Die technische Aufrüstung Ihres Eigenheims kann je nach Umfang viel Geld kosten. Mit der KfW-Förderung für Einbruchschutz können Sie gegebenenfalls einen Zuschuss erhalten.

 

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