Wenn man nach Frankfurt geht, dann meist wegen eines lukrativen Jobs. Nirgends ist die Banken-Dichte größer, der Börsenkurs wichtiger. Früher musste sich die Stadt am Main viel Spott anhören: „Mainhattan“, „Krankfurt“, „Bankfurt“ waren bekannte Spitz- und Spottnamen. Heute ist das anders. Der Mix macht‘s: Dax-Dealer tanzen abends mit Techno-Jüngern, und coole Szenegänger plaudern mit Traditionalisten über die Experimentierfreude des Kochs im Holbein’s.

Die Jobwechsler wollen, wenn sie erst mal da sind, gar nicht mehr weg. „Die Leute sind locker drauf“, antworten sie auf die Frage, was ihnen an Frankfurt gut gefällt. Mit erfrischendem Selbstbewusstsein präsentieren die Frankfurter dem Besucher die beeindruckende Skyline oder laden ihn auf ein Riffelglas Äppelwoi ins Lokal ein. Berührungsängste kennen sie nicht. Wer das nicht glaubt, überzeugt sich am besten selbst. Beim Besuch eines Bekannten, der beruflich nach Frankfurt gegangen ist.

Die Europäische Zentralbank, der größte Internetknoten für Datenaustausch, der drittgrößte Flughafen Europas: Frankfurt am Main ist die „Global City“ unter den sieben größten deutschen Metropolen. Die Banken-Stadt ist Sitz zahlreicher transnationaler Unternehmen und internationaler Institutionen. Zudem studieren fast 60.000 Studenten an den beiden größten Universitäten der Stadt. Frankfurt ist „in“ – das macht sich nicht nur an den Einwohnerzahlen sondern auch auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar.

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