Viele Familien entscheiden sich meist gegen den Kauf einer Immobilie, obwohl sie daran sehr interessiert sind. Der Grund: Das angesparte Kapital ist zu gering. Denn besonders günstig sind die Kreditkonditionen beim Immobilienkauf für diejenigen, die über einen hohen Eigenkapitalanteil verfügen. Familien können die nötigen finanziellen Mittel häufig jedoch kaum aufbringen. Der Berliner Senat und die Investitionsbank Berlin (IBB) haben daher ein zweijähriges Pilotprogramm entwickelt, das Familien mit einem vergleichsweise geringen Einkommen bei der Eigenheimfinanzierung unterstützen soll. Das IBB Familienbaudarlehen ist jüngst an den Start gegangen.

Zinsverbilligte Kredite für Familien mit vergleichsweise geringem Einkommen

Die Förderung erfolgt in Form zinsverbilligter Kredite, die in der Regel neben einem Darlehen der Hausbank für den Erwerb oder Bau vergeben werden. Ganz ohne Eigenkapital sind die eigenen vier Wände jedoch auch mit diesem Programm nicht zu haben. Die Familien müssen mindestens 15 Prozent des Kaufpreises oder der Baukosten zuzüglich des Grundstückskaufs selbst aufbringen. Einen Förderantrag stellen können Familien und Alleinerziehende mit mindestens einem minderjährigen Kind, das mit ihnen im selben Haushalt lebt. Dabei darf das Nettoeinkommen einen bestimmten Betrag nicht überschreiten. Bei einer dreiköpfigen Familie sollte das Jahreseinkommen nicht mehr als 40.680 Euro betragen, bei einer vierköpfigen Familie liegt die Einkommensgrenze bei 48.960 Euro.

IBB Familienbaudarlehen deckt jegliche Kosten rund um die Immobilie ab

Mit dem Familienbaudarlehen der IBB soll der Neubau in Berlin weiter gefördert werden. Das Programm dient ausschließlich der Finanzierung eines Neubaus oder dem Kauf einer neu geschaffenen Wohnimmobilie. Förderfähig sind alle mit dem Eigentumserwerb oder dem Bau einhergehenden Kosten – seien es die Grundstücks- und Maklerkosten oder die Gebühren für den Grundbucheintrag. Darüber hinaus kann das Familienbaudarlehen grundsätzlich mit anderen Fördermöglichkeiten kombiniert werden, etwa mit den Programmen der KfW. In jedem Fall sollten förderberechtigte Familien darauf achten, dass sie den Antrag vor dem Kauf der Wohnimmobilie beziehungsweise vor dem Bau stellen.

 

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