Bevor die Szene Einzug in die Isarvorstadt hielt, lebten hier Müller, Wäscher, Gärtner oder Bleicher. Zahlreiche kleine Bäche haben das Viertel durchzogen und waren die Existenzgrundlage des angesiedelten Gewerbes. Nach 1860 startete die Urbanisierung und innerhalb von wenigen Jahren wurde das planmäßig konzipierte Gärtnerplatzviertel erbaut.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Isarvorstadt ein typisches Arbeiterviertel. Immer mehr Menschen zog es in die Gegend und der Platz wurde eng. Es entstanden immer mehr Wohnungen und die Stadtbäche wurden überbaut. Heute ist der Westermühlbach der einzige, der noch übrig ist.

Lebending, bunt und vielseitig – so lässt sich das Szeneviertel Isarvorstadt in München heute am besten beschreiben. Hier ist die bayrische Landeshauptstadt international, jung und feiert gerne, besonders am Gärtnerplatz kann man die Nacht bei einem kühlen Drink besonders gut einleiten. Ein Lieblingsort vieler etwas etablierterer Bewohner des Viertels ist die Bar Reichenbach, in der gehobene Cocktailkultur zelebriert wird und sich München weltstädtisch anfühlt.

Weiter geht es dann in Richtung Glockenbachviertel, der angesagtesten Ecke Münchens. In den Straßen gibt es viele kleine Geschäfte, Cafés und Kneipen. Touristen und Einheimische flanieren hier gleichermaßen gerne durch die Straßen. Lebendig und bunt geht es im Viertel nicht zuletzt auch dank der Schwulen- und Lesbenszene zu, die sich vor allem rund um die Müllerstraße trifft.

Nach einer wilden Nacht, ist es am nächsten Morgen nicht weit zum Viktualienmarkt, auf dem man vorzüglich einkaufen und am Samstag Morgen (vor 12h – so machens die Münchner) leckere Weißwurst essen kann.

Titelbild: _derManu_ / photocase.de