Wie ein Kaleidoskop vereint Leipzigs Zentrum ein buntes Gemisch aus historischen Stadtvierteln und bietet so für jeden Geschmack die passende Nachbarschaft. So lädt das altehrwürdige Waldstraßenviertel im Norden zum flanieren und staunen ein, es handelt  sich hierbei um das größte erhaltene Gründerzeitviertel Deutschlands. Ein ähnlichen Charme verspürt man im alten Musikerviertel, wo bourgiose Etikette und künstlerischer Freigeist einst aufeinander trafen. Auf 40 Hektar erstreckt sich diese elegante Nachbarschaft, deren Straßennamen den großen Komponisten und Musikern der letzten Jahrhunderte gewidmet sind.

Wer es etwas belebter mag, den zieht es auf den Markt, einem der geschäftigsten und gleichzeitig historischen Plätze der Stadt. Neben dem 1556 erbauten Rathaus versteckt sich ein weiterer geschichtsträchtiger Ort auf dem Markt: Auerbachs Keller. Bei einem Glas Wein in der Mephisto Bar und guter Hausmannskost lässt sich hier dem Geist von Goethes Faust nachspüren. Apropos Wein, für Nachtschwärmer heißt das Sehnsuchtswort „Karli“. Hinter diesem zunächst etwas altbacken anmutenden Vornamen versteckt sich die Karl-Liebknecht-Straße, eine 2,5 Kilometer lange Flaniermeile, die Leipzigs Zentrum mit der hippen Südstadt verbindet. Ein buntes Gemisch aus Studenten und Nachtschwärmern diskutiert und tanzt in den zahlreichen Bars und Nachtclubs bis in den frühen Morgen hinein – bis die ersten Cafés das Steuer übernehmen und zum ausgedehnten Brunch einladen.

 

Titelbild: jaeschko / photocase.de