Auf der Kölner Möbelmesse „imm cologne“ wurden im Januar die neuesten Einrichtungs- und Wohntrends für 2016 vorgestellt. Neben dem Thema Nachhaltigkeit, das die Wohnwirtschaft schon seit einigen Jahren umtreibt, rückten in diesem Jahr transparente und offene Raumkonzepte, der zeitlose Stil der 1960er Jahre und die Sonnenfarbe Gelb in den Fokus der Experten. Außerdem werden Möbel zunehmend flexibler, leichter und funktionaler. Damit passen sie sich dem schnelllebigen Zeitgeist und den sich immer wieder wandelnden Lebensentwürfen vieler Menschen an.

Das neue Raumgefühl – Licht und Sonne

Die Zukunft wird transparent – zumindest was das Wohnen angeht. Nach außen hin abgeschlossene Häuserfronten sind passé, an ihre Stelle rücken große Fensterfronten, die viel Licht in die Innenräume lassen. Das neue Raumgefühl soll zum Austausch und zur Kommunikation einladen. Der Produktdesigner Sebastian Herkner stellte auf der Messe mit der Ausstellung „Das Haus – Interiors on Stage“ ein neues, zukunftsweisendes Konzept vor: Ein rundes Haus, praktisch ohne Wände, dafür mit vielen Glaselementen zur Raumtrennung. Zudem setzte er die Trendfarbe Gelb großflächig ein. Auch zahlreiche Möbel und Textilien erstrahlten auf der Messe in warmen Gelbtönen. Die Farbe der Sonne soll in diesem Jahr ein positives Gefühl von Wärme und Optimismus in die Wohnräume bringen.

Die Möbel sind 2016 zeitlos und funktional

Auch in diesem Jahr orientieren sich die Designer an den Möbeldesigns der Vergangenheit. So lassen sie die organischen Formen und knalligen grafischen Konzepte der 1960er Jahre wieder aufleben und verarbeiten sie in eleganten Designs. Dadurch entstehen zeitlose Klassiker, die sich ohne Mühe mit anderen Stilen kombinieren lassen und viel Raffinesse in die Wohnräume bringen. Dabei wird die Funktionalität keinesfalls vernachlässigt: Tische lassen sich einfach erweitern, Sofas bestechen durch verstellbare Lehnen oder verwandeln sich mit wenigen Handgriffen in ein Bett. Die neuen Möbel eignen sich auch für Wohnungen mit wenig Platz. So können Sideboards als Raumteiler verwendet werden, und Schrankwände sind nicht mehr massiv und schwer, sondern setzen sich aus leichten und flexiblen Elementen zusammen. Insgesamt steht das Wohnen im Jahr 2016 im Zeichen des Austausches und der Flexibilität.

Was sich hinter dem Wohntrend „Cozy“ verbirgt, erzählt realblog hier.

 

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