„Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug nach Pankow?“ Diese Frage leitet den Lindenberg-Song „Sonderzug nach Pankow“ ein, der seit 1983 für eine deutschlandweite Bekanntheit des Bezirks sorgt. War es damals vor allem die politische Bedeutung in der DDR, ist es heute viel mehr das Grün, wofür Pankow bekannt ist.

Von der brandenburgischen Grenze bis in die Nähe des Alexanderplatzes erstreckt sich Pankow und ist mit einer Fläche von 103,07 km² der zweitgrößte Bezirk in Berlin. Davon nutzt die Stadt sehr viel für Parkanlagen, weshalb Berliner vom Grünen Bezirk sprechen. Der Bürgerpark, durch den die Panke fließt, der Volkspark Schönholzer Heide und der Park am Weißensee sind nur einige der idyllischen Erholungsorte. Besonders großzügig fällt der Bucher Forst am nordöstlichsten Gebiet von Berlin aus.

Auch das Schloss Schönhausen ist von einem großen Garten umgeben. Das barocke Schloss war einst der Sitz des DDR-Präsidenten Wilhelm Pieck, weshalb der Name Pankow in Westdeutschland ein Synonym für die ostdeutsche Führung war. Der Mauerpark war ebenfalls sehr bedeutsam für die DDR, da hier ein Teil der Berliner Mauer entlang führte. Inzwischen ist der Mauerpark sonntags im Rahmen von einem der beliebtesten Flohmärkte ein Hotspot für Kleinkünstler.

Für Kulturliebhaber liegt etwas weiter südlich an der Schönhauser Allee auch die Kulturbrauerei. In dem denkmalgeschützten Industriekomplex findet sich Kino, Theater, Clubs und vieles mehr. Ganz in der Nähe ist der belebte Kollwitzkiez mit seinen Cafés, Restaurants und Kneipen, damit es nach oder vor dem Kulturprogramm die Möglichkeit zum Schlemmen gibt.  Auch die Prenzlauer Allee und Greifswalder Straße Richtung Alexanderplatz locken mit vielen Ausgehmöglichkeiten. Am Rathaus Pankow liegt dagegen die kleine aber vielfältige Shopping-Meile des Bezirks. Die Breitestraße ist von vielen Geschäften und dem Rathaus-Center gesäumt.

Ansonsten geht es in Pankow eher ruhiger zu. Daher ist der mit 384.367 Menschen einwohnerstärkste Berliner Bezirk sehr beliebt bei Familien und älteren Personen. Dabei nimmt die Einwohnerdichte nach Norden hin sehr ab, was sich auch bei den Immobilienpreisen bemerkbar macht. Während im beschaulichen Ortsteil Französisch Buchholz der Durchschnittspreis bei 2.943 € pro Quadratmeter liegt, kostet eine Immobilie im gefragten Prenzlauer Berg rund 4.762 € je Quadratmeter. So dürfte in der grünen Oase Berlins preislich für jeden etwas dabei sein.

 

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