Fürs Smart Home – dem intelligenten, vernetzten und digitalen Zuhause der Zukunft – bringen bereits jetzt zahlreiche Unternehmen nachhaltige Konzepte und Gadgets auf den Markt. Sehr beliebt sind Smart Light-Technologien. Wir stellen die Grundfunktionen und gefragte Hersteller des smarten Lichts vor.

Das Licht von unterwegs noch einmal kontrollieren und sichergehen, dass wirklich alle Lampen ausgeschaltet sind oder vom Bett aus die Flurlampe ausschalten: Smart Light-Technologien machen dies und noch viel mehr möglich. Das Herzstück bisheriger Konzepte sind meistens herstellerspezifische Bridges, Gateways oder Hubs, also Verbindungsstücke. Diese verbinden smarte LED-Leuchtmittel mit dem hauseigenen W-Lan, welches wiederum die Nutzung per App möglich macht. So kann das Smart Light vom Smartphone aus gesteuert werden, egal, wo es sich befindet. Das heißt, auch die Sorge, das Licht vergessen ausgemacht zu haben, gehört der Vergangenheit an.

Per App lassen sich einige Lampen auch so einstellen, dass sie von allein ausgehen, sobald man Haus oder Wohnung verlässt und bei Rückkehr wieder in bevorzugter Helligkeit angehen. Smarte Leuchtmittel können aber nicht nur an- und ausgeschaltet werden: Viele Smart Lights sind dimmbar und können die Farbe wechseln, um Licht passend zu jeder Stimmung zu erzeugen. Besonders ausgefeilte Leuchten können sogar die Farbtemperatur verändern. Wenn das Licht zu kalt oder warm erscheint, muss man nicht gleich eine neue Lampe kaufen. Smart Lights können zudem als Wecker fungieren. Das Tolle ist, dass es die smarten LED-Leuchten mit herkömmlichen Sockelgrößen wie E27 gibt, sodass sie problemlos in die Lieblingslampe passen.

Auch die Sprachsteuerung vieler Smart Lights ist in den USA via Google Home und hierzulande über Amazon Echo möglich. Ein Smart Light-Konzept lässt sich zudem in der Regel beliebig erweitern. Neben funktionalen Leuchtmitteln gibt es LED-Strips zum dezenten Ausleuchten des Bodens, atmosphärische Dekolampen und Außenleuchten. Intelligentes Licht ist heutzutage also schon in den verschiedensten Bereichen möglich und so unkompliziert wie nie: Leuchten einfach in die Fassung drehen, Internet an und fertig. Aufwendige Installationsarbeiten wie Bohren sind heutzutage nicht mehr nötig, um die vier Wände ins smarte Licht zu rücken. Eine App ist meist das Einzige, was zu installieren ist.

Smart Light für dein Zuhause

Inzwischen gibt es Smart Light von vielen verschiedenen Anbietern. Besonders beliebt ist das Philips Hue-Programm, das nach dem oben erklärten Bridge-Prinzip funktioniert. Darüber hinaus können auch andere Geräte von Philips, wie ein Fernseher oder eine Musikanlage mit Hue vernetzt werden. Kooperationen mit Google und Amazon machen zudem die Sprachsteuerung möglich. Eine preiswerte Alternative sind Systeme von Mi Light mit seiner Easy Bulb. Diese funktionieren ebenfalls mit einer Bridge. Auch Osram Lightify orientiert sich am Bridge-Prinzip und wartet sogar mit Außenleuchten für Garten und Einfahrt auf. Zudem besteht mit Osram die Möglichkeit, herkömmliche LEDs und Glühbirnen mit einem einfachen Plug in ein Smart Light zu verwandeln. Diesen Gedanken greift auch Emberlight auf. Du setzt einen Aufsatz zwischen Fassung und Dioden und kannst so fast jeder Lampenart ein Upgrade verpassen. Lediglich die passende App benötigt man, denn Emberlight funktioniert ohne eine Bridge, ein Gateway oder Hub.

Hier erklärt Emberlight das Prinzip Smart Light an seiner Technologie:

Achtung: Sicherheitslücken

Aber wo viel Licht ist, da ist auch Schatten. Immer wieder werden bei verschiedensten Herstellern Sicherheitslücken in den smarten Systemen entdeckt. Erst im Sommer hat eine Sicherheitsfirma den Hersteller Osram auf Lücken in ihren Smart Lights aufmerksam gemacht, die es Fremden möglich machen auf das System zuzugreifen. Dieses Risiko sollte jedem bewusst sein, der sich smarte Technik ins Haus holt. Doch letztlich ist es nicht anders wie mit Smartphones und Computern: Sicherheitslücken werden aufgedeckt und im nächsten Update beseitigt. Daher sollten Smart Home-Liebhaber ihre Geräte stets auf dem neuesten Stand halten und Hersteller-Updates unbedingt durchführen.

Damit die smarten Lichter bald auch mit smarten Strom versorgt werden können, werden Smart Grids, intelligente Stromnetze, entwickelt. Wir stellen die Stromversorgung der Zukunft im Beitrag „Smart Grids: Intelligente Stromnetze für die Energiewende“ vor.

 

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