„Lieber stark wohnen als Schwachhausen“ dieser Spruch muss von jemandem stammen, der noch nie im besagten Bremer Stadtteil nördlich der Innenstadt war. Architektonisch ist Schwachhausen von hübschen „Altbremer Häusern“ geprägt. Viele von ihnen wurden Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut, damals meistens für eine einzige Familie, die sich die Etagen mit ihrem Dienstpersonal geteilt hat. Wegen der großzügigen Räume, eleganten Flügeltüren und hübschen Stuckelemente sind die Häuser heute bei Wohnungssuchenden sehr beliebt. 

Wer in Schwachhausen wohnt hat sich ein hoch angesehenes, gediegenes, grün eingefasstes bürgerliches Quartier ausgesucht, das, nicht zuletzt mit der Nähe zum Bürgerpark mit einer besonders hohen Lebensqualität überzeugt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert erbaut, ist der Bürgerpark die grüne Lunge der Stadt und lädt nicht nur im Sommer zum Spazierengehen, Joggen und Faulenzen ein. Als eine der wenigen fast vollständig erhaltenen gartenbaulichen Schöpfungen des 19. Jahrhunderts zählt der Bürgerpark zu den bedeutendsten Landschaftsparks Deutschlands.

Eines der schönsten Teile Schwachhausens ist der gleichnamige Ortsteil, der direkt an den Park angrenzt. Kaum ein Bereich ist aus der Sicht des Denkmalschutz städtebaulich so interessant wie dieses kleine Viertel. Zwei Straßen, die Hermann-Allmers-Straße und die Bulthauptstraße, stehen sogar als vollständige Ensembles unter Denkmalschutz.

Aber auch die Wachmannstraße ist für die Schwachhauser zu einem Mittelpunkt ihres alltäglichen Lebens geworden. Gegen Mittag sind viele Mütter mit Kinderwagen auf den Bürgersteigen unterwegs, man trifft sich im Café, im Wein-Geschäft oder auf dem Wochenmarkt: hier lebt man das Savoir Vivre auf Norddeutsch.

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