Nürnberg, das sind Lebkuchen, die seit dem 13. Jahrhundert hier hergestellt werden und der nicht davon wegzudenkende Christkindlmarkt. Großstadtaffine schrecken eher vor dem gutbürgerlichen Kleinstadtkitsch zurück, der Gerichte mit Namen wie „Knieküchle“ oder „Fränkisches Schäufele“ kultiviert hat. Dabei hat die mittlerweile eine halbe Million Menschen große Stadt einige Überraschungen zu bieten – und das nicht nur in Form von Rostbratwürstchen.

Die zweitgrößte Stadt Bayerns wurde als einzige deutsche Stadt nach dem zweiten Weltkrieg in ihrem gesamten früheren Charme wiederaufgebaut und beherbergt neben 1001 wichtigen, schönen Bauwerken auf kleinster Fläche, vor allem den berühmten Neptunbrunnen, die größte barocke Brunnenanlage nördlich der Alpen. Die roten Ziegeldächer und engen Gassen der koketten Fachwerkstadt haben die Virtuose Albrecht Dürer hervorgebracht und außerdem Till Eulenspiegel, der, wenn man so will, Deutschlands erster Stand-up-Comedian war.

Das Leben in Nürnberg führt also unvermeidlich täglich an Geschichte und Kultur vorbei aber heutzutage auch in die eine oder andere angesagte Bar, denn Nürnberg schafft den Spagat zwischen Geschichte und moderner Lebensart. So findet man im Kern der Altstadt coole Clubs wie das Goija oder das mach1 oder kann für einen Drink unter anderem in die hippe Mata Hari Bar absteigen. Heute in die urige Kneipe, morgen in den Techno-Schuppen oder vielleicht zu einem szenigen Live-Konzert? Oder doch Cocktails am Flussufer? Die Stadt bietet jedem Raum zur Entfaltung.

Wer vom erstaunlich vielfältigen Kultur- und Party-Trubel eine Pause braucht, kommt im unmittelbaren Umland der Stadt am Pegnitz voll auf seine Kosten und kann bei schönen Spaziergängen in den zahlreichen Forsten entspannen. Und gerade deshalb erfreut sich die Nürnberg zunehmender Beliebtheit, weil sie all ihren Menschen guttut.

 

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