Der Herbst: Das ist farbenprächtige Natur, wunderschöne Sonnenaufgänge und –untergänge gepaart mit mystischen Nebelfeldern. Durch die wiederkehrende frühe Dunkelheit jedoch leider auch der Start zur Einbruchssaison. Denn in den dunklen Monaten üben Einbrecher am häufigsten ihre Tätigkeit aus. Wir haben 6 wirksame Tipps gegen Einbrüche in Haus und Wohnung zusammengestellt, angefangen beim sicherheitsbewussten Verhalten.

Türen immer abschließen

Auch wenn es nur der kurze Weg zum Bäcker ist: Haus-, Balkon- und Terrassentüren sollten bei Verlassen des Hauses oder der Wohnung immer abgeschlossen sein. Bei der Haustür empfiehlt sich zweimaliges Abschließen.

Keine Hinweise auf längere Abwesenheit geben

Detaillierte Auskünfte über Urlaub oder Geschäftsreisen auf dem Anrufbeantworter hinterlassen oder Selbiges in sozialen Netzwerken verbreiten ist tabu, da dies potenzielle Einbrecher ebenfalls informiert.

Vortäuschen zu Hause zu sein

Bei Urlaub oder ähnlichen Abwesenheiten sollte ein Nachbar oder Freund den Auftrag erhalten, den Briefkasten zu leeren. Praktisch sind auch Zeitschaltuhren, die Rollos und Licht beispielsweise abends runterlassen beziehungsweise einschalten. Dadurch entsteht der Eindruck, die Bewohner wären daheim.

Lampen mit Bewegungsmelder installieren

Außenlampen an der Auffahrt oder im Vorgarten, die bei Bewegung angehen, haben eine durchaus abschreckende Wirkung auf Einbrecher, da die Lampen ihnen den Schutz der Dunkelheit nehmen.

Spezielle Fenster einbauen

Selbst wenn Fenster geschlossen sind, stellen sie eine Sicherheitslücke dar. Um es Einbrechern so schwer wie möglich zu machen, sind einbruchhemmende Fenster empfehlenswert. Siegel wie das VdS kennzeichnen sichere Fenster, denn deren dickes Glas muss erst einmal eingeschlagen werden. Übrigens lassen sich Einbrecher durchschnittlich nur 5 Minuten Zeit für den Einstieg, dauert es länger, lassen sie vom Objekt der Begierde oft wieder ab.

Kameras und Apps nutzen

Durch Digitalisierung und Vernetzung ist es heute viel leichter, sein Haus mit Videoüberwachung auszustatten. IP-Kameras sind leicht installiert und stehen in Verbindung mit dem Internet. Dadurch ist es möglich, sein Zuhause vom Browserfenster aus im Auge zu behalten. Oft gibt es dazugehörige Apps, die die Einsicht auch über das Smartphone ermöglichen. Einige Kameramodelle sind auch mit Bewegungssensoren versehen und schicken Benachrichtigungen per Mail oder SMS an den abwesenden Bewohner.

Vor Kosten, was sichere Fenster und Türen angeht, brauchen Eigenheim- und Wohnungsbesitzer sich nicht scheuen. Denn es gibt vom Bundesministerium für Wirtschaft so wie bei der KfW, der größten Förderbank Deutschlands, Zuschüsse für Maßnahmen zur mechanischen Einbruchsicherung. Mit diesen Tipps und einer eventuellen Förderung kann jeder die schönen Seiten von Herbst und Winter unbeschwert genießen.

Infografik Einbruchschutz Haus

Infografik: Statista

Titelbild: © vchalup/fotolia.com