In einigen Metropolen sind Wohnungsbesichtigungen zusammen mit einem Dutzend weiterer Interessenten keine Seltenheit. Vielerorts mangelt es an Wohnungen. Der Grund ist recht einfach: In den vergangenen Jahren wurde zu wenig gebaut, der Wohnungsneubau mitunter schlicht verschlafen.

Zugleich zieht es immer mehr Menschen in die Großstädte, die Einwohnerzahlen steigen seit Jahren. Insbesondere Wohnungen im mittleren Preissegment sind gefragt und werden daher dringend benötigt. Doch es liegt Entspannung in der Luft: Seit vier Jahren schon nimmt die Zahl der genehmigten Wohnungen zu.

Aufwärtstrend im Wohnungsneubau hält weiter an

Auch wenn eine Baugenehmigung noch keine fertige Wohnung ist, so zeigt sie zumindest, dass eine neue Wohnung bereits geplant und zukünftig sehr wahrscheinlich gebaut wird. Im Jahr 2012 wurden laut Statistischem Bundesamt etwa 239.500 Wohnungen genehmigt. Im vergangenen Jahr waren es sogar mehr als 270.000 genehmigte Wohneinheiten, fertiggestellt wurden immerhin 230.000 neue Wohnungen – eine gute Bilanz.

Der Aufwärtstrend im Wohnungsneubau hält bereits seit 2010 an. Insbesondere der wichtige Neubau von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern entwickelt sich seither sehr gut – 2013 erhöhte sich die Zahl der Baugenehmigungen im Vergleich zum Vorjahr um 22,3 Prozent. Auch das Segment der Eigentumswohnungen konnte 2013 ein hohes Plus verbuchen: Mit 66.000 Wohnungen wurden 15,3 Prozent mehr genehmigt als im Jahr zuvor.

Niedrige Zinsen machen Eigentumswohnungen noch attraktiver

Dass im vergangenen Jahr so viele Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt wurden wie seit zehn Jahren nicht mehr, hat mehrere Gründe. Beispielsweise sorgt die vergleichsweise sehr gute Lage am Arbeitsmarkt dafür, dass viele Menschen sich mehr leisten können. Auch das nun schon seit geraumer Zeit anhaltende Niedrigzinsniveau wirkt sich positiv auf die Wohnungsnachfrage aus: Eigentumswohnungen werden sowohl unter Kapitalanlegern als auch unter Selbstnutzern immer beliebter – auch aufgrund der Aussicht auf weiter steigende Immobilienpreise.