Berlin ist attraktiv in vielerlei Hinsicht und das macht sich in der Zahl der Einwohner bemerkbar: Bis 2030 soll Berlin nach aktuellen Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung um über 400.000 Einwohner auf 3,9 Millionen wachsen. Zuvor war die zuständige Behörde noch von einem Wachstum von 250.000 Einwohnern ausgegangen. Das rasante Bevölkerungswachstum wird auch starke Auswirkungen auf den Berliner Wohnungsmarkt haben. Schon jetzt herrscht eine enorm große Nachfrage an Wohnraum, die kaum gestillt werden kann. Doch wie schafft man qualitativ angemessenen und modernen Wohnraum für die wachsende Metropole? Innovative Planungen für das zukünftige Wohnen in Berlin sind daher gefragt. Nicht zuletzt wegen der neuen Wachstumsprognose hat sich der Berliner Senat dazu entschlossen, wieder in die Förderung des Wohnungsbaus einzusteigen.

30 Millionen Euro für experimentellen Wohnungsbau

Bei der Förderung und der Entwicklung von innovativen Entwürfen für die Zukunft des Wohnens in Berlin müssen jedoch bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigt werden. Heute gibt es, anders als in den Anfängen der Wohnraumförderungen der sechziger und siebziger Jahre, mehr Single Haushalte, die auch einen ganz anderen Platzbedarf haben. Berlin will bis zu 30 Millionen Euro in die Entwicklung von experimentellem Geschosswohnungsbau investieren und neben zukunftsweisenden Singlewohnungen auch die Entwicklung von anderen Formen des Zusammenlebens fördern. Denn obwohl das Leben in Singlehaushalten ein ungebrochener Trend ist, entwickeln die einzelnen Bewohner dennoch Bedürfnisse nach Gemeinschaft. Diesen aktuellen Wohnbedürfnissen soll der geförderte Wohnungsbau entgegenkommen.

Hybrides Wohnen

Die Vorstellung des Berliner Senates ist es daher, dass möglichst viele Funktionen, die gemeinschaftlich genutzt werden können, in den neuen Wohnkomplexen untergebracht werden. Wenn von Wohnkomplexen die Rede ist, sind aber keine seelenlosen Betonhochburgen am Stadtrand gemeint. Ziel ist es die Stadt weiter zu denken. Dazu hat der Berliner Senat Architekten aufgerufen Ideen einzureichen. Bisheriges Ergebnis dieses Prozesses ist unter anderem die Publikation „Urban Living“, welche die spannenden Vorschläge zeigt. Einzelne Projekte werden bereits auf Umsetzbarkeit geprüft. Ein wegweisendes Projekt stammt von Bruno-Fioretti-Marquez Architekten und ist bereits Grundlage eines Bebauungsplanes. Das Projekt sieht „Hybrides Wohnen“ vor und meint damit Wohnen und Arbeiten in Zukunft nicht mehr räumlich voneinander zu trennen. Es soll Räume schaffen, die für private, berufliche und öffentliche Nutzungen offen stehen und sich damit in gewisser Weise dem typischen Berliner Altbaublock annähert und weiterentwickelt.

Modernes Wohnen in Berlin: Energieeffizienter Neubau in Kiezlage 
Pettenkofer Straße, Friedrichshain 10247 Berlin

94905200643d204a4e7726cea8f476895b3a70ca

Titelbild: kallejipp / photocase.de