Wenn es draußen immer eisiger wird und sich die Tage zunehmend verkürzen, fängt jedes Jahr aufs Neue auch wieder die Einbruchsaison an. Denn gerade während der kalten Wintermonate haben Einbrecher häufig ein leichtes Spiel. Im Schutz der Dunkelheit können sie ihr Werk in aller Seelenruhe vollbringen und sich so unbefugten Zugang zu Haus und Wohnung beschaffen.

Wer selbst zum Opfer wird, erleidet oft nicht nur einen finanziellen, sondern obendrein auch noch einen seelischen Schaden. Für viele Betroffene ist der Gedanke, dass jemand Fremdes die persönlichen Dinge durchwühlt hat, kaum zu ertragen. Manchmal ist dann auch ein Umzug unumgänglich, da sich durch die Erinnerung an das Geschehene das Sicherheitsgefühl im eigenen Heim nicht mehr einstellen will.
2017 gab es in Deutschland insgesamt 116.540 Einbrüche1. Leider weiß man nie, wen dieser Schicksalsschlag als nächsten treffen wird und eine Garantie für einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Folgende Maßnahmen und Tricks helfen, um den einen oder anderen Einbrecher von einer geplanten Tat abzuhalten:

10 hilfreiche Tipps zur Einbruchsprävention

1. Immer alle Türen schließen: Super simpel und trotzdem viel zu häufig vernachlässigt: Halten Sie Ihre Türen permanent geschlossen. Wenn Sie die Wohnung verlassen, gewöhnen Sie sich an, Sie immer 2 Mal abzuschließen – auch wenn Sie nur mal eben ganz kurz rausgehen!

2. Schlüssel nicht verstecken: Der Schlüssel unter der Fußmatte oder dem Blumentopf – bitte nicht! Glauben Sie uns, Einbrecher kennen wirklich jedes noch so ausgefuchste Versteck.

3. Auf gute Qualität achten: Investieren Sie in hochwertige Schlösser, Fenster und Türen und sichern Sie diese zusätzlich durch Rollläden ab.

4. Fenster verschließen: Schließen Sie alle Fenster, bevor Sie Ihr Zuhause verlassen. Ein angekipptes Fenster lässt sich für einen Profi im Handumdrehen öffnen.

5. Auf Nachbarn achten: Pflegen Sie Kontakt zu Ihren Nachbarn und seien Sie aufmerksam, wenn Sie fremde Personen im Haus oder auf dem Grundstück bemerken. Denn Hinweise aufmerksamer Nachbarn verhindern oftmals Einbrüche!

6. Mit Nachbarn vernetzen: Lieber früher an später denken: Tauschen Sie mit Ihren Nachbarn die Telefonnummern aus, damit Sie sich im Notfall erreichen können.

7. Alarmanlage und Videokameras installieren: Je nach Immobilie und Sicherheitsbedürfnis lohnt sich das Installieren einer Alarmanlage und Videokameras – eine elektronische Absicherung hat schon so manchen Einbrecher abgeschreckt.

8. Bewegungsmelder für Außenbeleuchtung: Richten Sie außerdem einen Bewegungsmelder für Ihre Außenbeleuchtung ein. So wandert ein Einbrecher schnell vom Schutz der Dunkelheit auf den Präsentierteller.

9. Vorsicht bei fremden Personen: Wenn eine fremde Person in Ihre Wohnung möchte und Ihnen die Situation etwas komisch vorkommt, seien Sie lieber einmal mehr vorsichtig und verweigern Sie Ihr den Zutritt.

10. Wohnung sollte immer bewohnt wirken: Last but not Least! Lassen Sie Ihre Wohnung nie so aussehen als wären Sie nicht vor Ort. Sind Sie verreist, organisieren Sie im Vorfeld, dass jemand Ihren Briefkasten leert und stellen Sie eine Zeitschaltuhr ein, sodass zu unterschiedlichen Zeiten Licht brennt. Im Idealfall machen Sie dies auch für Ihre Rollläden.

Was tun, wenn doch eingebrochen wurde?

Trotz aller Vorsicht und durchgeführter Maßnahmen ist es passiert! Sie kommen nach einem stressigen Arbeitstag endlich nach Hause und statt eines entspannten Feierabends erwartet Sie eine verwüstete Wohnung. Der Schreck ist natürlich groß und das Herz pocht wie verrückt – was nun?

Zu aller Erst sollten Sie Ruhe bewahren und dann so schnell wie möglich die Polizei verständigen. Bis die Beamten vor Ort sind, sollten Sie, auch wenn es schwerfällt, möglichst nichts anfassen. Andernfalls könnten Sie dadurch wichtige Spuren verwischen. Sobald die Tatumstände mit der Polizei besprochen wurden, ist es wichtig, dass Sie eine Bestandsaufnahme machen und anschließend Ihrer Versicherung den Umfang des Verlusts mitteilen.

 

Titelbild: Christian Delbert / fotolia.com

Quellen:

1https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/PolizeilicheKriminalstatistik/2017/pks2017ImkBericht.pdf?__blob=publicationFile&v=6