Wohnraum ist begehrt. Besonders in den großen Städten in denen meist viele junge Menschen studieren. 23 Prozent der Studierenden in Deutschland wohnen zu Hause. Der Rest muss sich selbst um Wohnraum kümmern. In Universitätsstädten wie Berlin, Hamburg und München aber auch Heidelberg oder Mainz wird bezahlbarer Wohnraum für Studierende knapp. Eine Alternative bietet der Kauf einer Eigentumswohnung, die von den Eltern bezahlt und von den Studierenden bewohnt wird. Hier gibt es einige Punkte zu beachten, damit aus dem praktischen Ausweg keine finanzielle Falle wird.

Der richtige Standort ist das A und O

Wird eine Eigentumswohnung als Studentenbude genutzt, ist natürlich die Nähe zur Universität wichtig ist. Ausschlaggebend ist dabei die direkte Nähe zwischen Wohnort und Uni, beziehungsweise der Weg von der Wohnung zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer auf die direkte Nachbarschaft zum Campus verzichtet, aber auf eine gute Anbindung achtet, kann beim Kaufpreis sparen und erhöht die Wiederverkaufsmöglichkeiten. Die Kaufpreise liegen vielerorts noch unter dem Niveau vor zwanzig Jahren, wohingegen bei den Mieten der Nachholeffekt bereits eingesetzt hat. Des Weiteren sollten eine gute Infrastruktur und ein hochwertiger Wohnungsbestand im Umfeld des Appartements gegeben sein, um bei einem möglichen späteren Verkauf der Wohnung Gewinn zu erzielen.

Vorsicht beim Werbungskostenabzug

Auch wenn die Eltern dem Studierenden die Wohnung zur Verfügung stellen, sollte ein Mietvertrag geschlossen werden. Die Miete sollte regelmäßig vom Konto der Eltern auf das Studierendenkonto überwiesen und von dort aus per Dauerauftrag wieder zurücküberwiesen werden. Außerdem sollte die Miethöhe bei 66 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen und auch angehoben werden, wenn die ortsübliche Miete steigt. Nur wenn die genannten Punkte erfüllt sind, erkennt das Finanzamt das familiäre Mietverhältnis an und gewährt den vollen Werbungskostenabzug. Zu den Werbungskosten zählen Kreditzinsen, Erhaltungsaufwendungen, Abschreibungen, Grundsteuer sowie die Nebenkosten. Wenn Eltern diese Vorteile nutzen, lohnt sich der Kauf für den akademischen Nachwuchs.

 

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