Sogenannte Mikroapartments liegen derzeit insbesondere in Metropolen und Universitätsstädten im Trend. Der Begriff klingt zunächst sperrig, doch bei Mikroapartments handelt es sich um möblierte oder teilmöblierte Wohnungen. Diese haben meist weniger als 30 Quadratmeter und befinden sich in größeren Anlagen mit 100 oder mehr Wohnungen. Der traditionelle Wohnungsmarkt bekommt durch die Mikroapartments gerade ein neues und attraktives Segment, denn gefragt sind diese Wohnungen bei den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen.

So schätzen vom Studenten, über den frisch Zugezogenen bis hin zu Geschäftsleuten diese zeitlich flexible Art des Wohnens. Das Analyseunternehmen Bulwiengesa bezeichnet Mikroapartments als Überbegriff für kleinteilige Wohnformen, mit den Unterbegriffen Studentenwohnen, Boardinghouses oder Serviced Apartments und Business Apartments. Darüber hinaus haben die Analyseexperten herausgefunden, dass man im Vergleich bis zu 30 Prozent gegenüber Zimmerpreisen in Hotels sparen kann.

Der Bedarf wächst

Die Gruppe derjenigen, die bereit sind für eine unkomplizierte und komfortable Unterkunft etwas tiefer in die Tasche zu greifen, wächst in den Großstädten stark an. Dies stellte der Mikroapartment-Entwickler GBI fest, denn für Interessenten wird es momentan schwer ein passendes Apartment zu finden. Der Anteil von Mikroapartments am Gesamtwohnungsbestand liegt derzeit laut GBI nur bei gut 1,8 Prozent. Das ist erstaunlich wenig, wenn man bedenkt, dass in den Großstädten die Hälfte der Haushalte Ein-Personen-Haushalte sind, Tendenz steigend. Die Nachfrage ist da und lässt sich derzeit an verschiedenen Orten beobachten. Zwischen Frankfurt am Main und Offenbach entsteht zum Beispiel gerade das „Vertical Village“ mit über 100 Mikroapartments.

Investitionen in den neuen Markt sind attraktiv

Die Kaufpreise bei klassischen Investments auf dem Wohnungsmarkt sind zumindest in Toplagen so teuer, dass es sich nun lohnt neue Gelegenheiten in Betracht zu ziehen. Die Gesellschaft für Beteiligungen und Immobilienentwicklungen (GBI) und Jones Lang LaSalle gehen davon aus, dass Privatanleger mit Mikroapartments Renditen zwischen vier und sechs Prozent erzielen können. Ein weiterer Vorteil: Möblierte Wohnungen sind von der Mietpreisbremse ausgenommen, da diese nicht im Mietspiegel berücksichtigt werden.

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