Urbanen Lifestyle erlebt man heutzutage vermehrt auf der Straße, in Kneipen oder in Cafés, nicht auf der eigenen Couch. Großstadtmenschen verbringen immer weniger Zeit zu Hause und brauchen somit auch weniger Platz. Wer die Kneipe zum Wohnzimmer macht und im Café den Arbeitsplatz einrichtet, der findet in einem sogenannten Mikrohaus alles, was er zum Leben braucht. Mikrohäuser, auch „Tiny Homes“ genannt, werden nicht nur aus Lifestyle-Gründen, sondern auch angesichts der aktuellen Wohnraumknappheit immer attraktiver. Ohne ein Gefühl der Enge hervorzurufen konzentrieren sich dort Schlafplatz, Kochmöglichkeit, Dusche und WC auf engstem Raum, natürlich mit clever aufgeteilten Trennwänden zwischen diesen einzelnen Wohnbereichen.

Der Wohntrend Mikrohaus wird zum globalen Phänomen

Der Trend zum Mikrohaus kommt aus den USA. Dort war das Konzept ursprünglich als Alternative zum weniger komfortablen Leben im Wohnwagen gedacht. Sinn und Zweck von Mikrohäusern ist vordergründig, dass sie wenig Platz benötigen. Das Bauen in die Höhe ist von jeher günstiger, als das Bauen in die Breite. Gleichzeitig sind Mikrohäuser mobil: In der Regel wird ein Mikrohaus ohne festes Fundament gebaut, sodass man es problemlos von A nach B transportieren kann – ideal für moderne Nomaden. In Europa steht diese neue Form des Wohnens noch am Anfang. Dabei entspricht das Wohnen auf minimaler Fläche den aktuellen Anforderungen, sowohl platz- als auch mobilitätstechnisch – und auch das Design kann sich sehen lassen. Rund 80 europäische Funktionsanbieter für Mikrohäuser gibt es bereits. Neben dem Design stehen auch die Nachhaltigkeit der Materialien und die Energieeffizienz im Vordergrund. Über die Hälfte aller Mikrohäuser werden aus Holz gefertigt – das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Catella. Weitere übliche Materialien sind Stein, teilweise Plastik und sogar Stroh.

Mikrohäuser sind klein, kompakt und sparen Energie

Je nachdem, ob man sich für eine einfache oder eine luxuriöse Variante entscheidet, können Mikrohäuser zwischen 15 000 und 350 000 Euro kosten. Der überwiegende Teil ist zwischen 25 und 60 Quadratmeter groß. Trotz der Beschränkung auf das Nötigste, fehlt es im inneren der Häuser nicht an Wohnqualität. Mikrohäuser sind jedoch nicht nur kompakt, sondern überzeugen auch durch eine gute CO2-Bilanz aufgrund der ökologischen Baustoffe. Außerdem verbrauchen sie dank ihrer guten Dämmung und der minimalen Fläche wenig Energie und können darüber hinaus sogar mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Mikrohäuser sind also auch angesichts der drohenden Ressourcen-Knappheit eine zukunftsweisende Art des Wohnens.

 

Ungeachtet der kleinen Größe gilt für Mikrohäuser ebenso wie für größere Häuser, dass gewisse Versicherungen unabdingbar sind! Hier erfahren Sie, welche Versicherungen in welchem Fall eine gute Investition für ein sicheres Wohnen sind.

 

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