Jede Stadt hat ihren eigenen Geruch, kleine Besonderheiten und lebt von ihren Bewohnern. Kurzum: Jede Stadt hat andere Qualitäten, die sie lebenswert machen. Deshalb erscheinen Städterankings oft wenig nachvollziehbar, vor allem, wenn die Vergleichskriterien auf Wirtschaftlichkeit oder Kriminalität ausgelegt sind. Genauso sieht das auch das britische Lifestyle-Magazin „Monocle“ und hat deshalb für seine „Liste der lebenswertesten Städte“ weltweit neben den typischen Maßstäben Infrastruktur, Sicherheit oder Prosperität weitere Kriterien herangezogen. Berlin ist dabei auf Platz drei gelandet.

Berlin = Lebensqualität

Hoch im Kurs sind bei der Redaktion von „Monocle“ Städte, die laut und bunt sind und in denen die Bars solange offen haben, bis auch der letzte Gast bedient ist – selbst wenn das erst am Morgen der Fall sein sollte. Ein gutes Nachtleben, viel Trubel, kleine Restaurants, Urbanität und Toleranz sind das, wonach die Experten bei ihrem Städteranking suchen. Berlin bietet all diese Vorteile. Und das alles zu unschlagbaren Preise, denn die Stadt zählt immer noch zu den günstigsten Metropolen der Welt – insbesondere bei den Wohnimmobilienpreisen. Eine weitere Einzigartigkeit zeichnet Berlin aus: viele Grünflächen und Parks in der Stadt und die unvergleichliche Weitläufigkeit des Stadtraums.

Weitere Städte im Ranking

Obwohl die Hauptredaktion der Zeitschrift in London sitzt, kam die englische Hauptstadt selbst schlecht davon und schaffte es nicht unter die 25 besten Städte. Angeführt wird die Liste von Tokyo, denn dort fand die Redaktion alles, was sie für wichtig hält: Eine perfekte 24-Stunden-Stadt mit unendlicher Vielfalt in Architektur, Lebensmitteln und Menschen. Wien steht an zweiter Stelle. Für die Experten ist die Stadt mit ihrer traditionsreichen Geschichte ein Geheimtipp und der sozialen und toleranten Atmosphäre hochmodern. Auf den Plätzen hinter Berlin belegen gleich zwei australische Städte Rang vier und fünf: Melbourne und Sydney. Bei beiden Städten war das Klima ein wichtiger Faktor und vor allem für Sydney fiel die sonnige Atmosphäre ins Gewicht. In Melbourne überzeugte die Kunst- und Design-Szene sowie die Fülle an Cafés, Bars und Restaurants.

 

 

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