Die Hamburger wissen einfach, was ein gutes Leben ausmacht: Seeluft, Musicals und Theater sowie ein kaum überschaubares Angebot an Restaurants und Bars. Nicht nur deshalb zieht es immer mehr Menschen nach in die Hansestadt. Da sich dort viele Unternehmen niedergelassen haben, lockt die Metropole auch mit Arbeitsplätzen. Ende 2013 lebten mehr als 1,75 Millionen Menschen in Hamburg – Tendenz steigend.

Die hohe Nachfrage führt dazu, dass Miet- und Eigentumswohnungen auch in den Randlagen der sieben Stadtbezirke – Hamburg-Mitte, Altona, Harburg, Bergedorf, Wandsbek, Hamburg-Nord und Eimsbüttel – begehrt sind. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise für Eigentumswohnungen dem Maklerhaus Jones Lang LaSalle zufolge im Jahr 2013 um sechs Prozent auf durchschnittlich 3.420 Euro je Quadratmeter. Auch die Mieten bewegen sich auf einem hohen Niveau: Ende 2013 lag der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter bei 10,70 Euro, ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber 2012.

Ehrgeiziges Neubauziel: Jährlich sollen 6.000 neue Wohnungen entstehen

Hamburgs Wohnungsmarktpreise haben in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt, und auch künftig werden der Hansestadt gute Investitionschancen prognostiziert. Dies hängt auch mit dem lange vernachlässigten Wohnungsneubau zusammen, der Nachfrageüberhang wuchs über die Jahre rasant. Ende 2011 zog der SPD-geführte Senat die Reißleine und gab das Ziel aus, jährlich 6.000 neue Wohnungen zu bauen, davon 2.000 geförderte Mietwohnungen. Im „Bündnis für das Wohnen in Hamburg“ versammelte Oberbürgermeister Olaf Scholz Behörden, Bezirke, Wohnungswirtschaft und Mietervereine, um das Neubauziel schnell zu erreichen und langfristig zu sichern.

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Bereits im vergangenen Jahr löste das Bündnis sein Versprechen ein: 2013 wurden 6.407 neue Wohnungen errichtet – 69 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Und auch 2014 wird damit gerechnet, die Zielvorgabe zu übertreffen. Die Situation auf dem Hamburger Wohnungsmarkt wird sich dadurch wahrscheinlich etwas beruhigen. Das Angebot reicht dennoch bei weitem nicht aus, um die starke Nachfrage zu bedienen.

Von Altona bis nach Wilhelmsburg wird gebaut

Zu der neuen Hamburger Wohnungspolitik gehört auch, verstärkt Bauflächen zu identifizieren, und das nicht nur am Stadtrand, sondern auch in zentralen Quartieren. So sollen in den kommenden Jahren beispielsweise mit dem Projekt „Mitte Altona“ etwa 3.500 neue Wohnungen im Herzen Hamburgs entstehen. Abgerundet werden soll das neue Quartier in Altona durch einen großen Park, mehrere Plätze, eine Stadtteilschule sowie mehrere Kindergärten.

Auch in der Hafencity und in Wilhelmsburg südlich der Elbe wird gebaut. Insbesondere bei dem Megaprojekt Hafencity tut sich einiges: Bereits seit 2001 entstehen in Hamburgs Mitte tausende Wohnungen und Büros. Die Studenten der HafenCity Universität lernen bereits seit diesem Jahr an der Überseeallee. Der langfristig angelegte Bau der gesamten Hafencity läuft nach wie vor nach Plan. Bis zur Fertigstellung des neuen Stadtteils auf dem ehemaligen Hafengelände werden voraussichtlich weitere zehn Jahre vergehen.

 

Titelbild: Judywie / photocase.de