Christkindlmarkt, Lebkuchen, Rostbratwürste – damit hat Nürnberg die Herzen in ganz Deutschland erobert. Was viele nicht wissen: Die schmucke Stadt an der Pegnitz hat auch einen äußerst attraktiven Wohnimmobilienmarkt. Seit einigen Jahren steigt dort die Nachfrage nach Wohnraum. Dies bestätigen nun die aktuellen Zahlen aus der Immobilienmarktforschung. Der Nachfrageüberhang und einhergehender Preisanstieg erfreuen Eigennutzer und Kapitalanleger gleichermaßen.

Nürnberger Eigentumswohnungen werden teurer

Nach Angaben der Immobilienmarktforschungsgesellschaft des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken sind 2013 im Vergleich zum Vorjahr die durchschnittlichen Preise für Eigentumswohnungen in Nürnberg um sechs Prozent auf 2.000 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Und auch im nachfolgenden Zeitraum zogen die Preise weiter an: Das IVD Institut ermittelte zwischen Herbst 2013 und Frühjahr 2014 eine Preissteigerung für Eigentumswohnungen je nach Wohnwert zwischen 3,1 und 3,9 Prozent. Im Neubau machte sich diese Preisentwicklung ebenfalls bemerkbar. Hier verzeichnete das IVD Institut eine Erhöhung zwischen 2,7 und 6,7 Prozent. Die höchste Steigerung konnte bei Wohnungen im mittleren Preissegment nachgewiesen werden.

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. Sowohl Eigennutzer als auch Kapitalanleger sind in Nürnberg auf der Suche nach Objekten. Eine Ursache ist der überhitzte Immobilienmarkt in München. Daher weichen derzeit viele Kapitalanleger auf die Metropolregion Nürnberg aus. Die Stadt ist nach der Landeshauptstadt immerhin der zweitstärkste Wirtschaftsstandort in Bayern. Zudem rückt die Region stärker in den Fokus global agierender Investoren. Der Preisanstieg lässt sich auf den vorhandenen Nachfrageüberhang zurückführen, dem eine zu geringe Bautätigkeit gegenüber steht. Besonders für hochwertigen Wohnraum im urbanen Umfeld gibt es derzeit trotz Nachfrage kaum Angebote.

 

Preisblase ist nicht in Sicht

Nürnberg gehört in Deutschland zu den Städten mit der höchsten Bevölkerungsdichte und nur wenige freie Bauflächen stehen dem Neubau zu Verfügung. Bis neue große Flächen wie das Areal des ehemaligen Südbahnhofs entwickelt sind, werden noch einige Jahre vergehen. Trotz des knappen Angebots an Bauland ist jedoch nicht mit einer Preisblase zu rechnen. Dafür ist der Markt weniger schwankend als der vieler größerer Standorte. Daher gehen Experten vorerst von einem weiterhin anhaltenden Nachfrageüberhang in Nürnberg aus.