„Gut Ding will Weile haben“ – das gilt auch für den erfolgreichen Immobilienverkauf. Hausverkäufer können zwar heutzutage auf viele Hilfsmittel zurückgreifen, die den Verkaufsprozess beschleunigen. Doch auch in Zeiten von Smartphones und Highspeed-Internet erfordert der Verkauf einer Immobilie Geduld, Fachkenntnis und Verhandlungsgeschick. Grundsätzlich kann der Immobilienverkauf in drei Phasen gegliedert werden: die Vorbereitungsphase, die Verkaufsphase und die Kaufabwicklungsphase. Sie erhalten Planungssicherheit, indem Sie sich einen strukturierten und realistischen Zeitplan aufstellen. Zwischen Inserat und Kaufvertragsabschluss können bis zu zwölf Monate vergehen – die Vorbereitungsphase nicht eingerechnet. Es lohnt sich also, den Verkauf einer Immobilie langfristig zu planen.

Phase Eins: Die Vorbereitungszeit – Strategie ist alles

Für die Vorbereitungsphase sollten Sie sich mindestens vier Wochen Zeit nehmen, denn in diesem Zeitraum müssen nicht nur die wichtigsten Unterlagen für den Verkauf zusammengestellt werden. Zur Vorbereitung sollte man auch den Verkaufswert der Immobilie ermitteln und sich für eine geeignete Vermarktung entscheiden. Für diese beiden Schritte ist es ratsam, einen Makler zu engagieren. realbest hilft Ihnen qualifizierte Makler in der Nähe zu finden. Auch sollten Sie in der Vorbereitungsphase alle benötigten Dokumente für die Erstellung des Exposés und den späteren Vertragsabschluss zusammenstellen. So haben sie genügend Zeit, um gegebenenfalls fehlende Dokumente zu beantragen. Die Ermittlung des Verkaufswerts ist der Punkt, mit dem sich die meisten Hausverkäufer schwer tun. Empfehlenswert ist hier professioneller Rat, beispielsweise durch einen Makler. Im Internet können Sie Expertenmeinungen schnell, unkompliziert und sogar kostenlos einholen, wie bei realbest. Nach der Preisermittlung folgt die Vermarktung. Sowohl für die private als auch die professionelle Vermarktung einer Immobilie ist es inzwischen üblich, ein  Inserat online zu stellen.

Phase Zwei: Der Verkauf – die „heiße Phase“ braucht die meiste Zeit

Für die Verkaufsphase sollten Sie die meiste Zeit einplanen. Von der Erstellung eines Inserats für Ihre Immobilie, über die Kontaktaufnahme mit Interessenten bis hin zu Besichtigungsterminen vergehen gut und gerne drei bis sechs Monate. Für das Inserat sollten Sie alle nötigen Informationen in einem aussagekräftigen Exposé zusammenfassen und ansprechende Fotos machen. Professionelle Unterstützung ist dabei sehr lohnenswert. Es lohnt sich auch, das Verkaufsobjekt frühzeitig in einen besichtigungsfähigen Zustand zu bringen, wie etwa mit Home Staging-Maßnahmen. Denn je länger Ihr Immobilieninserat durchgehend online ist, desto mehr könnte dies bei potenziellen Käufern Misstrauen wecken. Es entsteht schnell der Eindruck, dass Sie auf einem Ladenhüter sitzen. Zu dem können die richtigen Maßnahmen Sie in eine bessere Verhandlungsposition bringen, wodurch Sie am Ende sogar zu einem höheren Preis verkaufen können.

Diese 8 Tipps zeigen Ihnen, wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können.

Wie schnell die Kaufinteressenten reagieren, ist stark von der Lage einer Immobilie abhängig. Tendenziell dauert die Vermarktung von Wohnraum in ländlichen Gegenden etwas länger als in Städten, wo die Nachfrage wesentlich höher ist, wobei starke Netzwerke wie realbest die Vermarktungsdauer deutlich reduzieren können.

Phase Drei: Die Kaufabwicklung im Zeitraffer

Haben Sie einen geeigneten Käufer gefunden, beginnt die Kaufabwicklungsphase. Hierfür sollten Sie mit mindestens ein bis zwei Monaten rechnen. Für die Abwicklung des Kaufvertrages ist die Mitarbeit eines Notars gesetzlich vorgegeben. Um Terminverzögerungen zu vermeiden, sollten Sie sich frühzeitig um einen Notartermin bemühen. Der Vertrag muss schriftlich ausgearbeitet und den Vertragsparteien zur Ansicht vorgelegt werden. Danach gibt es eine 14-tägige Frist, in der beide Parteien die Chance haben, den Vertrag gründlich zu prüfen, eventuell nötige Änderungen vorzunehmen oder über einzelne Vertragsbedingungen zu verhandeln. Außerdem ist ein weiterer Notartermin zur Grundbucheintragung notwendig – hiermit wird der Eigentümerwechsel dokumentiert, sobald das Finanzamt den Erhalt der Grunderwerbssteuer bestätigt hat. Im Anschluss erfolgt die Kaufpreiszahlung. Dabei ist es wichtig, dass der Immobilienkredit des Käufers vor dem Zeitpunkt der Zahlung bewilligt wurde. In der Regel wird die Zahlung aus Sicherheitsgründen auch über den Notar abgewickelt: Der Käufer überweist den Preis auf ein sogenanntes Notaranderkonto, der Notar überweist nach erfolgreichem Eigentümerwechsel an den Verkäufer. Erst wenn dieser Prozess erfolgreich abgeschlossen ist, folgt schlussendlich der letzte Schritt: die Übergabe der Immobilie an ihren neuen Eigentümer.

 

Titelbild: Seleneos/ photocase.de