Fast die Hälfte aller Deutschen wohnt zur Miete. Dementsprechend sind die Mietpreise ein heiß diskutiertes Thema. Die wichtigste Faustregel ist dabei, dass die monatliche Kaltmiete nicht mehr als ein Drittel des Nettoeinkommens des Mieters übersteigen sollte. In Zeiten von angespannten Wohnungsmärkten ist es kaum zu glauben, aber diese Regel trifft in den meisten Fällen sogar zu. Im Durchschnitt verdient ein Deutscher monatlich rund 1.750 Euro und gibt etwa 530 Euro davon für die Kaltmiete aus. Dennoch gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern.

In Berlin überschreiten die Mietkosten 30 Prozent des Einkommens

Fast die Hälfte des Nettoeinkommens wird in Hamburg und Berlin für die Miete aufgebracht. Das Immobilienportal Immonet hat für das erste Halbjahr 2014 ausgewertet, dass die monatliche Durchschnittsmiete in der Hansestadt bei knapp 930 Euro kalt liegt. Bei einem durchschnittlichen Einkommen von 1.940 Euro entspricht das 47 Prozent.

Auch wenn Berlin im Vergleich zu anderen Metropolen günstige Mietpreise aufweist, sieht es hier ähnlich aus: 730 Euro werden durchschnittlich für die Kaltmiete bei einem Durchschnittseinkommen von 1.618 Euro gezahlt. Damit bleibt den Berlinern das geringste Budget nach Abzug der Kaltmiete: 888,19 Euro. Auch mit der Mietpreisbremse ist nicht zwangsläufig ein Ende der steigenden Mieten in Sicht. Deshalb entscheiden sich immer mehr Menschen in den betroffenen Bundesländern für Wohneigentum.

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Geringer Anteil der Mietkosten am Einkommen in Süddeutschland

In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen werden 35 bis 39 Prozent des Nettoeinkommens für die Miete aufgebracht. Ähnlich gestaltet sich die Lage in Nordrhein-Westfalen. Das Bundesland gehört neben dem Saarland und den meisten neuen Bundesländern zu den Regionen, in denen die Dreißig-Prozent-Regel nicht überschritten wird. Im Gegensatz zu den neuen Bundesländern, die tatsächlich durch Abwanderung und schwache Märkte gezeichnet sind, gibt es in NRW einige Städte, wie Köln oder Düsseldorf, in denen die Mieten nach oben ausreißen. Im Saarland hingegen leben viele Bewohner bereits in den eigenen vier Wänden, weshalb die Mieten relativ gering sind.

Titelbild: steffne / photocase.de