Rund ein Viertel der Berliner Mieter könnte sich den Umzug in eine selbst genutzte Eigentumswohnung leisten. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Wohneigentumsreport von Ziegert Immobilien. Für diesen wurden unter anderem Wohnungsangebote und Transaktionen auf dem Berliner Wohnungsmarkt untersucht. Traditionell ist Berlin eine Mieterstadt. Lediglich 15 Prozent der Berliner können bislang vier Wände ihr Eigen nennen. Es gibt also noch viel Luft nach oben.

Selbstnutzerkosten im Schnitt geringer als Mietkosten

Das niedrige Zinsniveau bewirkt, dass Berliner Immobilien trotz steigender Preise für Käufer attraktiv bleiben – insbesondere für jene, die das Objekt selbst nutzen wollen. Aufgrund der niedrigen Zinsen für Immobilienkredite liegen die Selbstnutzerkosten bei einer Eigentumswohnung in der Hauptstadt deutlich unter den Mieten einer vergleichbaren Wohnung. So muss beispielsweise ein Eigentümer einer 100-Quadratmeter-Wohnung derzeit jährlich für Finanzierung, Abnutzung, Instandhaltung und Grundsteuer mit Ausgaben im Schnitt von 4.000 Euro rechnen. Dagegen ergibt sich laut Ziegert-Wohneigentumsreport für einen Mieter in einer Mietwohnung der gleichen Größe im Schnitt eine Jahresnettokaltmiete von 8.000 Euro.

Berliner Neubauwohnungen immer beliebter

Dass immer mehr Menschen Wohnungen im oberen Preissegment nachfragen, ist ebenfalls ein zentrales Ergebnis des Wohneigentumsreports: So ist die Verkaufszahl von Wohnungen mit einem Kaufpreis von mehr als 5.000 Euro pro Quadratmeter im vergangenen Jahr um beinahe die Hälfte gestiegen. Dies ist vor allem auf die verstärkte Neubautätigkeit zurückzuführen.

Aber auch Normalverdiener fragen nach Eigentumswohnungen in Berlin und wollen mit einer solchen Investition für das Alter vorsorgen. Mehr als 90 Prozent der Anfragen beziehen sich auf Angebote von Eigentumswohnungen im Segment unterhalb von 3.000 Euro je Quadratmeter. Jedoch, so die Immobilienexperten von Ziegert, müssen sie aufgrund des knappen Angebots öfters Abstriche bei Lage oder Ausstattung der Eigentumswohnung machen. Preiswertere Objekte in zentralen Lagen sind mittlerweile rar. Am höchsten sind die Chancen auf Eigentumswohnungen für einen Quadratmeterpreis unter 3.000 Euro in den Berliner Bezirken Neukölln, Tempelhof, in Charlottenburg nördlich der Bismarckstraße sowie in Köpenick und Pankow.

 

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